05.02.06

Esperance

Cape Le Grand National Park

Ich habe immer noch ein wenig Jetlag von der Fahrt in den Westen, heute morgen bin ich auf jeden Fall wieder kurz nach fünf aufgewacht, blieb aber doch noch bis sechs liegen.
Nach dem üblichen Frühstück und Dusche machte ich mich für den Besuch im Cape Le Grand National Park bereit.
Der Esky wurde mit Wasserflaschen gefüllt und dazwischen hatte ich noch ein wenig Raum für Sandwichzubehör.
Cape Le Grand ist ca. 60 km östlich von Esperance und recht einfach zu finden.
Am Eingang hat es ein kleines Häuschen wo man den Eintritt bezahlen muss, falls es nicht besetzt ist muss man das Geld in einem angeschriebenen Couvert in eine Kasten werfen.
100m weiter war dann noch die Visitor Inforamtion, wo man sich mit Karten und anderen Informationen eindecken konnte.

Mein erstes Ziel war der Frenchman Peak, ein Hügel mitten im Gelände.
Wie so oft besteht der Hügel aus einem Stück Stein (wie der Ayers Rock) und ist relativ einfach zu besteigen (flach).
Als ich am Parkplatz ankam, war gerade vorher der Tourbus eingetroffen, der auch im selben YHA wie ich übernachtet hatte.
Bis ich die Wanderschuhe angezogen hatte waren diese aber schon unterwegs in Richtung Gipfel, ich holte sie jedoch recht schnell ein und schon bald waren sie hinter mir.
Wie immer muss ich natürlich zuoberst auf den Gipfel, die letzten paar Meter musste ich noch ein wenig klettern (auf allen vieren).
Die Aussicht war wunderschön, man sah über die gesammte Ebene und hatte auch einen guten Ueberblick über den Nationalpark.
Die ersten Leute vom Tourbus sind mittlerweile auch aufgetaucht und alle wollten auch auf den Gipfel kommen, so lotste ich alle zu mir rauf auf den höchsten Punkt, die meisten waren Asiatinnen.
Als der Touroperator auch bei uns erschien bekam er beinahe einen Herzanfall, er stammelte auf jeden Fall etwas von: Er wolle keinen Totenschein ausstellen weil jemand den Falsen runter gefallen ist.
Falls man mich kennt, gehe ich bestimmt nicht zu Nahe an abhänge wo es tief runter geht, einen Sturz vom Gipfel hätte man wahrscheinlich nicht überlebt.
Die Gruppe ging anschliessend wieder runter zum Car und ich genoss noch ein wenig länger die Aussicht vom Gipfel.
Der Abstieg war viel ringer als erwartet, ich rannte den grössten Teil runter (braucht am wenigsten Kraft) und die anderen Leute die ruaf kamen schüttelten nur den Kopf.
Beim Parkplatz sah ich gerade noch den Bus davonfahren.

Die nächsten Sehenswürdigkeiten waren meistens Strände oder anderes der Küste entlang, ich wollte hauptsächlich alle Tauchplätze aufsuchen, die mir im Tauchshop mitgeteilt wurden.
Beim Hellfire Bay war der Sand so fein, er war beinahe fest, zudem strahlend weiss, ich brauchte beinahe eine Sonnenbrille, das Wasser war kristallklar und schön blau.
Ich machte nachdem ich mich dort ein wenig im Schatten ausgeruht hatte auf den weg zur Little Hellfire Bay, einem Spaziergang von 10 Minuten, dort waren dann nur noch 2 weitere Leute anzutreffen.
Wieder zurück beim Auto musste ich erst einmal die Klimaanlage einschalten, dass heisst alle Fenster und Türen aufmachen.

Weiter ging es zum Whistle Rock (Thistle Cove), einem Stein der beinahe eine Parabelform hatte und wenn man am richtigen Ort vor dem Stein stand konnte man ganz klar das Meer rauchen hören.

Lucky Bay war der nächste Strand, dieses Mal sogar mit Tauchplatz.
Der Tauchplatz ist relativ einfach zu erreichen, vom Parkplatz müsste man ca. 100m zur Meer gehen und dann einfach im Wasser zum Tauchplatz schwimmen.
Ich würden den Weg zweimal laufen, da er überr ein paar Steine geht und mit dem halben Gewicht wäre es bestimmt einfacher.
Niemand war dort am Tauchen, es gab zwei schnorchler und natürlich andere Strandgäste.
Beim Parkplatz hätte es gerade noch ein Grill, was ein schöner Ausflug gewesen wäre.

Die nächsten 6 km war wieder einmal Schotterpiste angesagt, mit Schrecken sah ich, dass die Piste schon ein richtiges Wellblech war.
Nach eine paar Versuchen stellte ich fest, wenn ich genug schnell fuhr holperte es am wenigsten.
Der Nachteil dabei war einfach, dass der Wagen nicht mehr so stabil fuhr und immer ein wenig auf der Strasse schwimmte, ähnlich wie bei schneebedeckter Strasse.
Rossiter Bay war menschenleer, als ich dort war tauchten noch 2 weitere Peronen auf aber sonst niemand.
Der Tauchplatz ist wieder ca. 100m vom Parkplatz entfernt, nur dieses Mal führt ein bequemer Weg zum Strand.
Im Wasser ist dann eine längere Schwimmstrecke angesagt, wenn man nicht über die Steine klettern will.
So wie es von ausserhalb des Wassers ausgesehen hat, hat es ein paar Felsbrocken im Wasser, die bestimmt von Fischen und anderem Getier aufgesucht wird.

Auf dem Rückweg machte ich noch halt beim Cape Le Grand, einem endlosen Sandstrand mit wenig Schatten.

In Esperance zurück gab es ein Sandwich von SubWay und anschliessend zurück im YHA machte ich noch die Wäsche.


Ich auf dem Gipfel von Frenchman Peak.


Frenchman Peak.


Hellfire Bay.


Irgend eine Blüte.


Whistling Rock.


Tauchplatz bei Lucky Bay.


Tauchplatz bei Rossiter Bay.

Posted by pfiff at 05.02.06 20:00
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