20.12.09

Christchurch - Kaikoura

Das schöne Wetter für eine kleine Küstenwanderung genutzt.

Wieder war die Tagwache sehr früh, um 05:00 sollte mein Wecker losgehen aber einer im Zimmer war früher und so brauchte ich meinen Wecker gar nicht. Nach einem ausgiebigen Frühstück machte ich mich dieses mal mit meinem gesammten Gepäck auf den Weg zum Busstopp, ein wenig mit einem flauen Gefühl im Magen, da ich nicht sicher war ob sie hier mein ausgiebiges Gepäck akzeptieren würden. Ich konnte wieder einmal alles ohne Probleme einladen, der Chauffeur lobte mich sogar weil ichh das Gepäck so schön in seinen Bus lud. Die Fahrt ging in Richtung Norden durch die immer hügliger werdende Landschaft bis nach Kaikoura. Nach ca. 20 Minuten Fussmarsch kam ich im YHA Kaikoura an und konnte direkt mein Zimmer beziehen, wunderschön, 4 Betten mit Sicht aufs Meer.
An der Reception bekam ich eine genaue Beschreibung wie ich der Küste entlang nach South Bay komme. "Ask the local" (Frag die Einheimischen) ist immer gut, die Dame empfahl mir alles der Küste entlang zu gehen und nicht den offiziellen Weg zu nehmen. Die Ebbe hatte ihr maximum um ca. 1430 und sollte es kein Problem mit dem Durchkommen geben, so machte ich mich auf den Weg. Zuerst hatte ich schon ein wenig bedenken, da mich ein Wohnmobil nach dem anderen überholte als ich zum Ausgangspunkt des Weges marschierte, als mich der Kiwi Experience Bus (die übelsten Touristen) noch überholte wollte ich schon bald umkehren, ging aber doch weiter. Beim Parkplatz herrschte wildes Treiben und eine richtige Völkerwanderung war zum einzigen dortigen Seehund raus, er wurde wahrscheinlich einige Tausend mal fotografiert. Ich nahm den mir empfohlenen Weg der Küste entlang und war schon nach wenigen Metern ganz alleine unterwegs, zwischendurch kamen mir ein paar wenige Leute entgegen oder überholten mich aber nicht zu vergleichen mit dem Verkehr amm Parkplatz. Die meisten Leute schauen sich meistens halt nur gerade die Gegend an, die nicht mehr als 100m von ihrem Auto entfernt ist.
Auf meinem Weg kam ich an diversen Seehunden vorbei und musste mir manchmal richtiggehend einen Weg an den Tieren vorbei suchen. Grundsätzlich gilt: keine schnellen und lauten Bewegungen in der Nähe der Tiere, den Tieren immer einen Fluchtweg zum Meer freigeben. Auch waren viele Vögel zu sehen, viele Nistgebiete waren für den Wanderer gesperrt aber wahrscheinlich für jeden Ornitologen ein Traum, leider war ich mit meiner kleinen Kamera ein wenig eingeschränkt aber habe doch versucht ein paar Aufnahmen der Tiere zu machen. In der Gegend sollte es auch Höhlen haben, Anzeichen dafür habe ich gesehen, liess die nähere Erkundung dann aber doch bleiben, zum einen weil es an den Orten riesige Mückenschwärme hatte und die Stauden manchmal recht stachlig waren und zum Anderen weil ich nicht riskieren wollte dass ich stürzte oder mich sonst irgendwie verletze. Unterwegs fand ich dann doch noch eine Höhle und ging natürlich sofort auf deren Erkundung, schlussendlich war es gerade noch einen Bipass des Weges wo ein Seehund sowieso gerade noch den Weg versperrte.
Wieder zurück in Kaikoura kaufte ich noch das wichtigste für die nächsten Tage ein und stärkte mich auf dem weitem Weg vom Zentrum zum YHA noch mit einem Kaffee und einem Glace. Mittlerweile ist ein recht starker Wind aufgekommen und der Himmel wurde immer dunkler, so war ich richtig froh dass ich noch trocken in der Unterkunft angekommen bin. Im Zimmer plauderte ich erst einmal ein ganzes Weilchen mit einem älteren Engländer, einem ehemaligen UN-Mitarbeiter, war recht interessant was er zu erzählen hatte. Zum Nachtessen gab es wieder einmal Teigwaren Carbonara (oder so ähnlich), zur Feier des Tages gab es sogar noch ein Bier dazu.


Mein Zimmer mit der Aussicht aufs Meer.


Das YHA Kaikoura, oben links ist mein Zimmer.


Mit einem argwöhnischen Blick beobachtet mich der Seehund beim vorbeigehen oder besser gesagt beim Fotografieren.


Blumewiesen gerade neben dem Weg.


Der Weg.


Die Küste von einem kleinen Aussichtspunkt aus gesehen.


Kleine Albatrosse (bin mir zwar nicht sicher).


Die Höhle, der Durchgang am Seehund vorbei.


Eine Seemöve mit ihrem Nachwuchs.


Möve im Flug.


Einfach tonnenweise Seehunde liegen auf den Steinen und Sonnen sich.


Interessante Steinformationen am Ufer entlang (ist eine spezielle Faltung in der Gegend von Kaikoura)


Irgend ein Wasservogel.

Posted by pfiff at 20.12.09 20:00
Comments

Schöne Aussicht von Deinem Zimmer aus, also Deine Fotos find ich sehr gut.
Viele Grüsse aus der Heimat Pesche

Bei uns ist er zur Zeit schweine Kalt

Posted by: Pesche at 20.12.09 14:58