25.02.06

Geroldston (2.Tag)

Helikoptertauchen

Heute morgen wachte ich vor sechs auf und machte mir wieder einmal ein richtiges Frühstück mit Vollkornbrot und Käse. Anschliessend packte ich mein Tauchzeugs zusammen und machte mich nicht wie üblich zum Bootshafen, sondern dieses mal machte ich mich zum Flughafen auf. Ca. 10 km im Landesinnern traf ich auf den Rest der Tauchgruppe und natürlich auf die Helikopterbesatzung. Ich bekam eine Kiste zugeteilt, wo ich mein Tauchmaterial reinstopfte und das übrige Material konnte ich in einer Tasche und im Rucksack mitnehmen, für einmal gab es am Flughafen keine Einschränkungen betreffend Gepäck. Wir verluden alles in den Sikorsky S62A Helikopter, einem Fluggerät der Küstenwache, dass aber auch zu kommerziellen Zwecken verwendet wird. Normalerweise wird dieser Helikopter bei Ueberflutungen im Landesinnern gebraucht, aber diese künden sich relativ früh an und so kann er auch für Taucherr verwendet werden. Die Besatzung bestand aus 3 Herren (2 Piloten und dem Techniker) und die Passagiere waren 3 Taucher (inklusive dem Tauchguide) und 4 Schnorchlern. Wir wurden wie üblich in Fluggeräten auf die Notausstiege hingewiesen und die Schwimmweste mussten wir schon zu beginn des Fluges anziehen. Anschliessend rollten wir auf die Piste raus und starteten in Richtung Küste, unterwegs durften wir einen Blick ins Cokpit werfen und beim Landeanflug auf die Abrolhos Inseln wurde sogar noch die Tür geöffnet, so dass wir besser fotografieren konnten. Die Abrolhos liegen ca. 50km vor der Küste vor Geroldston und sind per Boot in ca. 4 Stunden erreichbar, mit dem Hubschrauber dauerte die Fahrt ein wenig mehr als 20 Minuten. Die Inseln sind ein Naturschutzgebiet und somit darf man keine Andenken mitnehmen, darf aber dort auch nichts liegen lassen, der Helikopter hatte sogar ein WC eingebaut, anscheinend der einzige Helikopter in ganz Australien mit diesem Konfort.

Nachdem wir die Tauchflaschen gefasst hatten, die sind in einem Kontainer auf der Insel aufbewahrt, inklusiv Kompressor, wurde uns der Tauchplatz erklärt. Der einstieg Erfolgte über die Korallen, was ich nicht so schön fand aber danach erwartete uns ein Meer von Korallen (welche die wie Hischgeweihe aussehen und auch diejenigen die wie Salatblätter zum anschauen sind). Dazwiscchen hatte es diverse kleine Tiere und sonstige Pflanzen.. Die Sicht war super und so genoss ich den Tauchgang recht gut. Wenn dabei nur die Kamera richtig funktioniert hätte, schon kurz nach dem Abtauchen flimmerte wieder alles und ich konnte auch nach diversen Schlägen aufs Gehäuse und mehrmaligen ein- und ausschalten nicht mehr richtig fotografieren, somit haben die letzten 2 Wochen für diese Kamera entgültig geschlagen und sie wird nach der Rückkehr in die Schweiz entgültig liquidiert. Auf dem Rückweg besuchte uns noch ein Seehund, sah irgend wie komisch aus über den Korallen, er spielte noch ein wenig mit uns bis er wieder verschwand.

Nachdem wir das Mittagessen (Sandwich) zu uns genommen hatten und das Material wieder eingepackt hatten machten wir uns auf den Weg zur nächsten Insel, wo uns ein schöner Sandstrand erwartete. Wir machten uns sogleich wieder für den Tauchgang bereit und schon waren wir wieder im Wasser, dieses mal durch einen schönen Durchgang in der Riffwand. Wiederum erwarteten uns diverse Korallen und ein paar Anemonenfische. Der Tauchgang war wieder ein Genuss (abgesehen von der Kamera). Nachdem wir wiederum alles zusammengepackt hatten machten wir uns wieder auf den Rückflug, so hatte unsere kleine Gruppe den Helikopter über 5 Stunden zur Verfügung und es klingt für mich nicht mehr so ganz nach Backpacker-Ferien, aber was solls, es hat riesig Spass gemacht und ich kann dies jedem Empfehlen der enmal durch Geroldston reist. Das Helikopter Tauchen gibt es anscheinend erst seit ein paar Monaten und es wird noch ein wenig ausgebaut und verbessert.

Nachdem wir noch in der Hotelbar des einen Schnorchelpaares noch die Fotos ausgetauscht hatten (ich war richtig froh darüber) und noch ein wenig geschwatzt hatten machte ich mich wieder auf den Weg zum Hostel wo ich duschte und meine Tauchausrüstung wusch und zum Trocknen aufhängte. Nun ist nur noch Nachtessen und ein weenig lesen angesagt, morgen geht es dann entgültig in Richtung Perth.


Mein Sitzplatz im Helikopter.


Kornlagerstätten, wird anscheinend mit Gas gefüllt damit keine Tiere rein gehen.


Die Sicht aus der offen Tür beim Landeanflug.


Der erste Tauchplatz.


Der zweite Tauchplatz.


Der Blick ins Cockpit.


Ein letzter Blick zurück auf die Inseln, natürlich durch die offene Türe im Helikopter.


Seehund (Bild von Tristan).

Meine Unterwasserbilder ja leider nichts geworden... darum seht ihr hier auch keine. Falls jemand noch eine gute Unterwasserkamera kennt soll er es mir doch mitteilen, einfach alles ausser Sea & Sea! Bisher habe ich super Resultate von der Olympus C8080 gesehen. Die Anforderungen sind relativ einfach:

  • Die Kamera muss stabil sein und immer funktionieren

  • Der externe Blitz muss elektrisch ausgelöst werden können (auf keinen Fall über den internen Blitz der Kamera!)

  • Der Energieverbrauch soll nicht zu gross sein (mindestens 2 sehr lange Tauchgänge)

  • ... weitere Punkte werden noch folgen

  • Posted by pfiff at 25.02.06 21:51
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