20.02.06

Coral Bay

Cape Range Nationalpark und ein kurzer Zwischenhalt in Coral Bay.

Heute morgen wachte ich wieder recht früh auf, nachdem ich alles im Auto verstaut hatte machte ich mich auf den Weg zum Cape Range Nationalpark. Ich hatte recht mühe die Parkgebühr zu bezahlen, da die erste Zahlstation ausser Betrieb war und das Visitor Center noch geschlossen war. Im Park sieht man immer wieder wilde Tiere (Pferde, Strausse, Kängurus, Echsen). Ich fuhr weiter bis zum Yarddie Creek, dem grossen Hindernis, dass den Weg an der Westküste entlang nach Coral Bay verhinderte. Ein paar Leute sagten mir, dass der Durchgang auch mit einem PW machbar ist und es keinen Allrad braucht. Dort angekommen musste ich aber feststellen, dass ohne Allrad wahrscheinlich kein Durchkommen war, war das Wasser bereits recht tief (Ist von den Gezeiten abhängig) und eine beachtliche Stecke durch den Sand gefahren werden musste. So kehrte ich wieder um und fuhr zurück nach Exmouth, wo ich ein kleines Mittagessen genoss und dann schon bald wieder weiter fuhr in Richtung Coral Bay. Vorher tankte ich noch einmal und wollte eigentlich im Tauchshop vorbei und nochmals die Mails abrufen und die Tauchgänge in Coral Bay reservieren, nur war der Shop zu (derjenige mit dem Internet und da mir gesagt wurde, dass in Coral Bay immer genügend platz auf dem Tauchschiff ist, machte ich mir nicht die Mühe zum anderen Shop zu fahren) und somit fuhr ich weiter.

Unterwegs machte ich einen Abstecher zum Thomas Carter Lookout. Der eigentliche Lookout war eher enttäuschend, dafür machte die Fahrt dorthin recht viel Spass (es war eine halbe 4WD Strecke und ich konnte nur im Schritttempo fahren um allen Löchern auszuweichen, das Auto ist aber dafür noch gut geeignet, da es recht viel Bodenfreiheit hat) und unterwegs hatte es auch diverse gute Aussichten ins Tal runter (meistens konnte ich gerade vom Fahrersitz aus die Fotos machen). Am Ende der Strasse hatte es noch einen alten Anschluss an ein Erdölfeld, anscheinend machten sie dort in den sechzigern eine Probebohrung und stiessen auf Erdöl. Die Hoffung auf das grosse Geld mit dem Oel war aber bald erloschen, da das Oelfeld recht klein war und eine Nutzung sich nicht lohnte.

Die restliche Fahrt nach Coral verlief recht ereignislos, unterwegs fotografierte ich noch ein paar Termitenhügel. Ich versuchte die Geschwindigkeit auf maximal 80 zu begrenzen, was sich spührbar im Benzinverbrauch bemerkbar machte, wahrscheinlich kann man auf diese Weise mit 6 l/100km rechenen, nicht wie die sonst üblichen 8 l/100km bei Tempo 100. Es ist aber schon recht langsam, vor allem hier wo man immer wieder einmal 200km am Stück fährt, macht doch das gerade eine halbe Stunde Fahrzeit aus.

In Coral Bay angekommen fuhr ich direkt zum Tauchshop und wollte meine Tauchgänge reservieren, für morgen waren sie leider ausgebucht und erst am Mittwoch wären Tauchgänge möglich. Anscheinend ist das grosse Tauchboot defekt und sie können nur mit einem 8-plätzer ausfahren. Ich entschied mich gegen einen Tag Aufenthalt in dieser Hitze und werde morgen nach Geroldston weiter fahren (ca. 600km), wo ich hoffentlich wieder einmal zum Tauchen kommen. Coral Bay ist ein typischer Badeort, ausser Strand, Schnorcheln und Tauchen kann man hier nicht allzu viel machen. Die Läden sind auch aufs Minimum beschränkt und nur auf Turismus ausgelegt. Das Backpacker hier in Coral Bay ist ganz neu und man kann zwischen klimatisierten und unklimatisierten Zimmer wählen, ich habe natürlich das gekühlte gewählt. Zur Zeit teile ich das Zimmer mit einem Schotten, der anscheinend die Hitze auch nicht so verträgt und doch will er weiter nach Broome reisen. Am Abend machet ich wieder einmal meine Wäscche, leider trocknete das Zeugs nicht wie versprochen in wenigen Stunden sondern war am nächsten morgen noch nass. Den Abend verbrachte ich in der Hausbar mit meinem Zimmergenossen, einem schottischen Polizisten. Nach 3 Bier musste ich aber bereits aufgeben, bin es mir einfach nicht mehr gewohnt. Dabei erfuhr ich, dass das Tauchen hier eher enttäuschend ist und so macht es mir nicht allzuviel aus meine Reise fortzusetzen.

Dieses mal habe ich die Unterkunft in Geroldston im Voraus reserviert und habe so sicher ein Bett für die erste Nacht. In Geroldston kann ich im Notfall auch einen Tag ohne Tauchen durchbringen, sind doch die Pinnacles ganz in der Nähe und auch ein weiterer Nationalpark mit anscheinend impossanten Schluchten. So werde ich wahrscheinlich früher als erwartet in Perth ankommen und habe so ein paar Tage mehr um das Auto loszuwerden. Ich kann ja anschliessend immer noch ein Auto mieten und nochmals ins schön kühle Albany oder Dunsborough fahren und dort noch ein paar Tauchgänge machen.

Leider gint es hier in Coral Bay auch keine Möglichkeit meinen Laptop am Internet anzuschliessen und die Preise für den normalen Zugang sind recht hoch. Hoffentlich bestehen mehr Möglichkeiten in Geraltston, so dass ich die aktuellsten Berichte wieder der Welt zur Verfügung stellen kann.


Die Ueberfahrt über den Yarddie Creek.


Wilde Pferde im Nationalpark.


Die Schluchten im Range Nationalpark (Ostseite).


Termitenhügel auf dem Weg nach Coral Bay.

Posted by pfiff at 20.02.06 21:00
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